Die Feuerwehr Dresden wurde am frühen Abend des 2. Juli 2026 mit einem Großaufgebot zu einem Brand in einer Industriehalle alarmiert. Rund 120 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Umfeld der Einsatzstelle zeitweise gewarnt.

Bereits auf der Anfahrt war eine massive schwarze Rauchsäule über weiten Teilen der Landeshauptstadt Dresden sichtbar. Die Rauchentwicklung war bis in die umliegenden Städte Heidenau und Pirna deutlich zu erkennen. Als die ersten Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreichten, stand ein Hallenteil eines Industriebetriebes, in dem Kunststoffflocken gelagert werden, in Vollbrand. Umgehend nahmen mehrere Trupps unter Atemschutz mit zahlreichen Strahlrohren von verschiedenen Seiten die Brandbekämpfung auf. Durch den Aufbau einer sogenannten Riegelstellung gelang es, eine Brandausbreitung auf angrenzende Hallenbereiche und benachbarte Gebäude zu verhindern.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Umkreis von 1.000 Metern über das Modulare Warnsystem (MoWaS), die Warn-App NINA sowie über die Social-Media-Kanäle der Feuerwehr Dresden gewarnt. Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Parallel führten Messtrupps der Feuerwehr im Warnbereich sowie im angrenzenden Stadtgebiet und in der Gemeinde Heidenau umfangreiche Luftmessungen durch. Dabei konnten keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffkonzentrationen festgestellt werden. Die Warnung für die Bevölkerung konnte daher um 21:57 Uhr aufgehoben werden.

Um die Restlöscharbeiten trotz der Einsturzgefahr der Halle durchführen zu können, wurde Spezialtechnik eingesetzt. Das Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60 der Feuer- und Rettungswache Striesen übernahm die Brandbekämpfung im Inneren der Halle. Das ferngesteuerte Kettenfahrzeug konnte Bereiche erreichen, die für Einsatzkräfte aufgrund der Einsturzgefahr nicht sicher zugänglich sind, und dort gezielt Löschmaßnahmen durchführen.

Zur Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge der Dresdner Stadtteilfeuerwehren nachalarmiert. Neben den Stadtteilfeuerwehren Niedersedlitz, Weißig, Lockwitz, Kaitz, Langebrück, Klotzsche, Wilschdorf waren Einsatzkräfte der Wachen Übigau, Striesen, Löbtau, und Altstadt im Einsatz. Sie wurden unterstützt durch die Feuerwehr der Gemeinde Bannewitz sowie die Flughafenfeuerwehr Dresden.


Offizielle Social-Media-Information der Feuerwehr Dresden

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